Tages-Information

Donnerstag, 21. Oktober 2021

18-Loch Meisterschaftsplatzder Platz ist gesperrt
Bahn 10 ist für Carts wegen Nässe gesperrt, bitte fahren Sie auf der Straße
9-Loch Platzder Platz ist gesperrt
Driving Range
Übungsgelände
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E-Carts
E-Trolley / Zieh-Trolley
erlaubt
erlaubt / erlaubt
Platzpflege s. Wocheninfo
ClubgastronomieRisto ZAFFERANO - Telefon: 06282-7384
Öffnungszeiten:
Montag - Ruhetag -
Dienstag bis Sonntag 11:30 - 21:00 Uhr
Reservieren Sie bitte vorab einen Tisch. Die Registrierung ist mit der LUCA APP möglich.
Bitte beachten Sie unsere Hygienehinweise.

Totholz

Lebensräume – Rückzugsräume – Artenreichtum

Totholz ist alles andere als tot. Im Kreislauf der Natur steht Totholz am Anfang und am Ende. Stirbt ein Baum, zieht augenblicklich neues Leben in ihn ein.

Pilze, Bakterien, Flechten und Moose erobern den wertvollen Lebensraum und die wichtige Nahrungsquelle. Sie zersetzen die Biomasse „Baum” und führen diesen so wieder in die Nährstoffkette zurück. Auch Spinnen, Würmer, Asseln und Insekten wie Käfer, Bienen und Schmetterlinge finden in dem abgestorbenen Baum einen neuen Lebensraum.

 

Da ist es nicht verwunderlich, dass Totholz ebenso für die Tierwelt äußerst praktisch ist:

Die Wohnung ist meist schon bezugsfertig und das Essen ist auch nicht weit. So ernähren sich Spechte zum Beispiel von den Insektenlarven im abgestorbenen Baum. Ihre Bruthöhlen zimmern sie sich ohne große Mühe im abgestorbenen Holz. Die Spechthöhlen sind auch bei anderen Tieren sehr beliebt: Eulen und Kauze, Baummarder, Siebenschläfer, Eichhörnchen und Fledermäuse nutzen diese, wenn die Vögel sie nach der Brutzeit wieder verlassen. Für Amphibien und Reptilien ist ein Totholzhaufen ein ideales Tagesversteck und ein guter Ort für einen ausgedehnten Winterschlaf.

 

Leider verschwindet dieser artenreiche Lebensraum zunehmend, denn Wälder, Gärten und Parks werden immer aufgeräumter.

Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung

Nein – unsere Greenkeeper haben da nichts vergessen.

 

Denn auch auf unserer Golfanlage Glashofen-Neusass ist der hohe ökologische Wert von Totholz erkannt und wird gefördert. So ist die stattliche Anhäufung am seitlichen Fairway der Bahn 13, die von den meisten unbemerkt in den letzten fünf Jahren entstanden ist, inzwischen ein beeindruckender vielfältiger Lebensraum, der zum Erhalt einer Vielzahl verschiedener Arten wie Igeln, Zitronenfaltern, Florfliegen, Kröten, Eidechsen, Vögeln oder Marienkäfern beiträgt.

 

Eine wallartige Totholzstruktur in Art einer Benjeshecke befindet sich zwischen den Bahnen 4 und 5 unserer Neun-Loch-Anlage. Sie schafft ein günstiges Kleinklima und versorgt den Boden mit Nährstoffen. Insekten, Amphibien, Eidechsen, Spinnen, Vögel, aber auch Säugetiere wie Fledermäuse, Igel, Haselmäuse und andere Arten profitieren davon.

Dabei gilt: Je dicker das Totholz, umso besser ist es als Lebensraum geeignet und umso mehr Nahrung ist zu finden. Hier tummeln sich im Sommer zahlreiche Insekten wie die Blaue Holzbiene, aber auch Eidechsen und andere wärmeliebende Arten.
Nicht nur in warmen Sommern ist Totholz Lebensraum, auch im Winter halten sich hier viele Tiere auf. Sie überwintern sicher im Schutz des Geästs am Boden, in Käferbohrlöchern, unter der Rinde und anderen Hohlräumen. Ein bekannter Wintergast ist der Igel.